Neue Zeiten
Das Jahr 2026 fällt durch eine Reihe sehr seltener Aspekte der langsam laufenden Planeten auf, die für kollektive Themen zuständig sind. Sie stehen in förderlicher Verbindung miteinander.
Weil sie allesamt in aktive und fortschrittliche Zeichen wechseln, geben sie sich gegenseitig Schwung. Neue Zeiten stehen bevor.
Zunächst einmal startet das Jahr aber noch konservativ, mit Saturn und Neptun in den verschlafenen Fischen und Uranus im Erdzeichen. Ab Februar ändert sich dann allmählich der Wind, wenn nach
Neptun nun auch Saturn den Widder betritt - womit eine Art Ruck durch die Welt geht und ein neues Kapitel aufgeschlagen wird.
Am 20. Februar stehen Saturn und Neptun hier miteinander in Konjunktion, was erfahrungsgemäß darauf hinweist, dass sich einige bestehende Institutionen, Machtblöcke oder Staatsformen auflösen.
Aber auch andere Grundfeste, Infrastruktur, Gebäude und Verkehrswege zeigen sich nicht gerade stabil. Mit Saturn im Widder gilt es nun, die Dinge anzupacken, konsequent sichtbar zu machen, klare
Ordnung zu schaffen, Wichtiges durchzusetzen und für höheres Recht zu kämpfen.
Dass Saturn und Neptun so eine Konjunktion bilden, passiert nur alle 36 Jahre, zuletzt 1989 beim Fall der Berliner Mauer. Diese Konjunktion taucht außerdem immer wieder auf, wenn in Russland bestehende Machtsysteme aufgelöst worden sind. Aber auch an anderen Ecken der Welt können alte Machtblöcke jetzt zerbröseln.
Gleichzeitig sehen wir im Februar/März jedoch eine Konjunktion von Ceres (Wirtschaft), Eris (Zwietracht) und Chiron (verletzliche Weisheit) im Widder. Wirtschaftliche Interessen und gesellschaftliche Spaltung können sich daher noch einmal stark auf die Menschheit und unser Denken auswirken. Story dieser Konjunktion: Das Wirtschaftliche von Ceres kommt zunächst am 26.2. auf einen wunden Punkt. Es begibt sich in den Tagen danach zu Eris, Göttin der Zwietracht und der gesellschaftlichen Spaltung bis hin zur Kriegstreiberei. Davon profitiert dann die Wirtschaft, um sich kurz darauf im Stier zu sättigen. Stärkste wirtschaftliche Macht ist dabei noch immer die Fossilindustrie.
Dreieckskonstellation der langsam laufenden Planeten:
Von 2024 bis 2030 besteht ein besonderes Dreieck der Langsamläufer Uranus, Neptun und Pluto miteinander. Es wird exakt im Jahr 2026 - mit einer gleichen Konstellation wie 1942, aber eine
Runde weiter.
Legen wir die Konstellationen von Ende 1942 und Ende 2026 übereinander, so können wir sehen, dass auch Pluto und Neptun auf denselben Achsen stehen wie damals, nun allerdings genau gegenüber in
den Zeichen Wassermann und Widder:
Hier ist vor allem der Zyklus von Uranus interessant, der 84 Jahre dauert. Er ist eingependelt mit den Zyklen von Neptun und Pluto. Deswegen entsteht nun zum ersten Mal seit damals wieder ein
seltenes Dreieck dieser drei Planeten. Sie fördern sich bald gegenseitig beim Aufbruch in neue Zeichen und Zeiten.
Anfang 2026 ist Uranus aber noch im Stier unterwegs. Im Zyklus davor, Anfang 1942, finden wir hier den kalten Winter beim Russland-Feldzug, den Kipp- und Höhepunkt des territorialen Größenwahns
im 2. Weltkrieg. Das "Ende des Krieges" käme dann übrigens im Jahr 2029, und die "Erklärung der Menschenrechte" ungefähr 2033.
In der Astrologie steht Uranus für den besonderen Zeitgeist und alles Neue, was die Menschheit bewegt, kann aber auch Extreme bringen. Ab dem 26. April 2026 befindet sich Uranus in den Zwillingen, seit 84 Jahren wieder. Hier geht er in förderliche Verbindung mit Pluto im Wassermann, beide im Element
Luft: Es kommt nun also viel frische Luft in einige verstockte Angelegenheiten, weltweit. Eine Art Aufwachen, raus aus dunkler Bedrückung.
Uranus bedeutet neue Ideen, Erkenntnis, Erfindungen und erfrischende Wahrheit, während das Zeichen Zwillinge für sachliche Dialoge und geschäftlichen Austausch zuständig ist. Uranus in den
Zwillingen begünstigt daher objektive und innovative Lösungen, erst recht, wenn wir logisch und fair miteinander reden. Hier ist es sinnvoll, wenn wir gelegentlich „out of the box“ denken können,
erst recht, wenn dort die Lösung wartet.
Weil der Rhythmus von Uranus abgestimmt ist mit den Zyklen von Neptun und Pluto, sollten wir deren Themen mit
beachten:
In der Mundan-Astrologie zeigt Neptun die subtile Stimmung der Allgemeinheit, deren Träume und Ängste. Rund 13 Jahre war er nun in den Fischen und wechselt Ende Januar 2026 in den Widder, wo er
wiederum 13 Jahre bleiben wird. Hier kommt er sozusagen aus dem Schlaf ins Handeln. Anfang Widder befindet er sich 2026 zudem auf dem Kardinalpunkt im Tierkreis, wo ein neuer Zyklus eingeläutet
wird.
Auch 1942 stand Neptun an einem solchen Kardinalpunkt, genau gegenüber auf 0° Waage. Ein Wendepunkt wurde erreicht und der Irrsinn des Krieges immer stärker fühlbar. Mit Neptun im Widder geht es diesmal aber wohl weniger um Krieg und Frieden als vielmehr um konkrete Themen, verbunden mit Neudurchsetzung einer
allmählichen, wirklichen Entwicklung, hin zur Umsetzung von brauchbaren Visionen.
Pluto hingegen ist zuständig für Leitbilder und Machtsysteme der Menschen. Hier ist derzeit einiges im Wandel. Anders als mit Pluto im Löwen im Zyklus davor, geht es nun mit Pluto im Wassermann eigentlich nicht mehr um die Macht des Stärkeren, sondern es geht um die Macht des Kollektivs und neues Bewusstsein.
Der große Herrscher, gesponsert von Öl- und Waffenindustrie, er will in die nächste Runde, ist aber eher ein Auslaufmodell. Macht durch Wissen, sinnvolle Technik und ein starkes Kollektiv: Das
ist im Endeffekt die Macht einer Gesellschaft. Momentan hat China hier die Nase vorn.
Damals stand Pluto im Löwen an der Spitze der Dreiecksfigur: Ein Zeichen für selbstherrliche Machtpolitik jener Zeit. Heute hingegen steht Neptun im Zentrum der gleichen Figur, noch dazu
am Kardinalpunkt bei 0° Widder. Es geht also um konkrete Themen der Menschen auf diesem Planeten, um Einsatz für die Allgemeinheit, um die Erschließung neuer Quellen und um Anliegen, die uns alle
betreffen.
Mit Neptun im Widder könnten außerdem die Meere nun deutlich zu heiß werden und gerade an einem Kipppunkt stehen. Zudem begann die Aufheizung der Welt durch Motoren und fossile Brennstoffe genau in der Zeit, als Neptun das letzte Mal im Widder war, vor ungefähr 160 Jahren. Aber auch Deutschland wurde gegründet mit Neptun im Widder, ebenso wie das Rote Kreuz oder die Erfindung des Sozialismus. Hier wird jetzt eine neue Runde eingeläutet, mit neuem sozialen Einsatz.
Das Jahr des Feuerpferdes im asiatischen Kulturkreis
Mit dem Neumond im Wassermann startet das neue Jahr im asiatischen Kulturkreis, diesmal am 17.2.26 mit einer ringförmigen Sonnenfinsternis, was dem Ganzen Intensität verleiht. Alle 12 Jahre haben
wir hier das Jahr des Pferdes, und alle 5 x 12 Jahre das Jahr des Feuerpferdes, das im asiatischen Raum mit Ehrfurcht betrachtet wird. Es bringt Tempo, Mut und radikale Ehrlichkeit. Dinge, die
faul oder künstlich sind, halten nicht mehr, was wir ja 2026 auch an weiteren Konstellationen erkennen können. Das Feuer treibt an, das Pferd will Freiheit: Entscheidungen fallen jetzt schneller,
oft aus dem Bauch heraus oder aus glühendem Idealismus. Das letzte Jahr des Feuerpferdes war 1966. In diesem Jahr startete die Kulturrevolution Chinas - obwohl das Feuerpferd nach alter
chinesischer Kultur eher Unglück bringen soll, aber die sollte ja vernichtet werden.
Deutschland
Ab Mai 2026 kommt Deutschland vom Siebener-Rhythmus her in eine neue Phase. Die wird im Uhrzeigersinn von Skorpion sowie Pluto und Mars beherrscht. Gegen den Uhrzeigersinn sind wir dabei in einer
Jungfrau-Phase, regiert von Merkur in den Zwillingen. Mars und Pluto als Phasenherrscher im Quadrat, mit Mars im Exil und bestimmendem Pluto im Löwen. Der bedeutet im 10. Feld Macht von oben,
Bindung und Unterwerfung an bestimmte Systeme und wirtschaftliche Abhängigkeiten im Welthandel.
Wir sind dabei mit Mars/Pluto wahrscheinlich etwas toxisch gebunden an überregionale Machtsysteme - von denen sich einige in den kommenden Jahren aber sicher auflösen oder neu gruppieren werden.
Für die Entwicklung der Menschheit in diesem Land wäre es dann hilfreich, wenn wir offen sind für wirklich gute, weltweite Partnerschaften sowie für neue, sinnvolle Ideen und Technologien.

Berücksichtigen wir im Hinterkopf außerdem das Horoskop für das Deutsche Reich vom 18.1.1871, also die Geburt von Deutschland - befinden wir uns seit Anfang 2025 in einer speziellen
Sieben-Jahres-Phase mit sehr konservativen Herrschern. Das dürfte uns in der Entwicklung eher blockieren, kann aber solide Wertarbeit fördern.
Das politische Horoskop
für die Welt
Dieses Horoskop wird immer für den Moment der Tagundnachtgleiche im September erstellt. Hier finden wir in den Jahren von 2024 bis 2027 stets eine große Drachenfigur vor, weil die Planeten, die sie bilden, nur sehr langsam ihre Position ändern.
Dabei zeigt der Kopf des Drachens, wo die Reise hingeht, nämlich in Richtung Neptun am Kardinalpunkt bei 0° Widder. Somit können wir erkennen, dass sich an entscheidender Stelle einiges auflösen
wird. Hier bedeutet Pluto im Wassermann mit Uranus auf dem Weg in die Zwillinge, dass wir alte, eingefahrene Werte hinter uns lassen müssen. Es hilft, wenn wir insgesamt mehr auf das Element Luft
setzen, sei es auf Energie aus der Luft oder auf Bereiche, die zu diesem Element gehören wie Kommunikation, sachlicher Austausch und Schwarmintelligenz.
Zudem erinnert die Verbindung der Planeten an einen Drehschalter. Er klickt dabei über den Kardinalpunkt auf 0° Widder, der für konkrete Neudurchsetzung steht, und der in der Populärastrologie
derzeit gerne als „kosmische Spalte“ bezeichnet wird. Eine Spalte im Kosmos gibt es hier natürlich nicht. Aber eine Art Übergangszeit am Startpunkt im Tierkreis, am Knackpunkt sozusagen. Und der
wirkt in den kommenden Jahren eben wie ein großer Schalter, der insbesondere 2026 "Klick" machen wird. Hoffen wir, dass wir den richtigen Dreh finden in eine leichtere und lichtvollere Zeit.

Justitia, Pandora und das politische Jahr von September 2025 bis September 2026
Die Aspekte der Planeten zu Beginn des aktuellen politischen Jahres 2025 zeigen in Verbindung mit dem "Drachen" außerdem
eine weitere Figur, die in Fachkreisen als "Büchse der Pandora" bekannt ist. Diese gilt es nun zu steuern, auf gerechte Weise, mit Verstand und Achtsamkeit - und mit Justitia.
Die rote Linie in der Keilfigur erinnert außerdem an das Schwert Excalibur tief im Block. An dessen Griff sehen wir mit Saturn und Neptun bei 0° Widder, dass eine Entscheidung ansteht. Wobei mit
Neptun bei Saturn etwas aus dem Block gelöst wird.
Insgesamt sieht die Figur der Planeten aber auch sehr harmonisch und ästhetisch aus, so dass sie Hoffnung macht, den richtigen Dreh zu finden. Hier scheint es, als würde sich eine Tüte öffnen,
oder als würde ein Papierdrachen aus einer Art Schachtel gehoben, befreit um aufzusteigen in eine freiere Zeit, mit neuen Inspirationen.
© Christine Keidel-Joura, 12. Januar 2026




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