Der Siebener-Rhythmus in der Stundenastrologie


Eine geniale Verbindung


Der Siebener-Rhythmus wirkt auch im Stundenhoroskop

In der Beratung und in meiner Astrologie-Schule verwende ich schon immer den Siebener-Rhythmus in der Stundenastrologie. Also im Horoskop für Ereignisse und für Fragen. Erst später habe ich gemerkt, dass das gar nicht so üblich ist, sondern eigentlich eine neue Methode.

Mit einigen Jahren Berufserfahrung habe ich zudem entdecken können, wie langfristig der Siebener-Rhythmus in solchen Horoskopen wirkt: Sogar wenn es nur um eine einfache Frage ging, waren die Auslösungen der Planeten oft noch Jahre nach der Fragestellung wirksam, erkennbar an konkreten Ereignissen. 

Es lohnt sich also, zu schauen, was der Siebener-Rhythmus anzeigt in Horoskopen von wichtigen Fragen und Ereignissen, zum Beispiel von Hochzeiten, Vorstellungsgesprächen oder auch Staatengründungen – deren Entwicklung im Lauf der Jahre wir nun klar erkennen können.

 

Wie das geht, möchte ich hier in den wichtigsten Punkten erklären, anhand von Beispielen. Beachten wir dabei unbedingt folgende erste Regel, die bei der Deutung von Horoskopen in der Stundenastrologie besonders wirksam ist:

Jeder Planet auf einer Häuserspitze ist hoch aktiv im Moment des Ereignisses oder der Frage.

Er wirkt also sofort, bis zu einer Dauer von wenigen Monaten. Wann ein Planet im Sieben-Jahres-Rhythmus ausgelöst wird und seine Themen umsetzt, hängt nämlich immer davon ab, wie weit er von einer Häuserspitze entfernt steht.

 

Beginnen wir mit folgendem Beispiel, einem Begegnungshoroskop am 6.4.2024 um 18:35 Uhr in Düsseldorf.



Hier kam die Frau in den Raum rein und wurde quasi magisch angezogen vom Mann gegenüber, mit dem sofort die Funken sprühten und eine besondere Verbindung begann. Wer in den Raum reinkommt, wird dabei repräsentiert durch den Aszendenten – der außerdem dafür zuständig ist, welche Themen sonst noch so sichtbar werden. In diesem Fall geht es mit der Waage um Begegnung, Ergänzung und mögliche Partnerschaft. Am Deszendenten erst recht. Passt also.

 

Nach den Regeln der Klassik müssen wir nun aber schauen, was Venus für den Aszendenten und Mars für den Deszendenten dann im Horoskop miteinander zu tun haben. Da Venus und Mars in diesem Fall keinen Aspekt miteinander bilden – und auch der Mond hier nichts an Aspekten vermitteln wird – ist nach den klassischen Regeln in der Grundsubstanz davon auszugehen, dass keine Beziehung oder Partnerschaft zustande kommt.

Dennoch wurde das Ganze zunächst von beiden als solche gestartet. Dass es ziemlich konkret in eine partnerschaftliche Realität gegangen ist, zeigt sich vor allem an den rhythmischen Auslösungen:

Die Begegnung wird real ...

Wir wir sehen, steht Venus hier direkt auf einer Felderspitze. Sie ist daher gemäß Regel Nummer 1 sofort ausgelöst – angesteuert vom Deszendenten gegen den Uhrzeigersinn. Sie aktiviert dann ihre eigenen Zeichen Waage und Stier im ersten, zweiten und neunten Feld. Das erste und das zweite Feld stehen für Umsetzung im realen Raum: Die Sache wird also konkret und soll einen Status bekommen. Auch die körperliche Verbindung spielte im zweiten Feld eine Rolle. Da Venus aber außerdem das 9. Feld aktiviert, handelte es sich um eine Fernbeziehung, wo man sich quasi durch Reisen traf.

... und löst sich nach neun Monaten auf

Venus steht außerdem in haargenauem Spiegelpunkt zu Neptun, der sich ebenfalls am Deszendenten befindet. Von dort aus können wir ihn nun auf kurzer Strecke im Uhrzeigersinn ansteuern. Das ist insofern wichtig, als dass Neptun, von dieser Richtung aktiviert, nun über seine Felderspitze in den Fischen rückwärts das 5. Feld auslöst. Tatsächlich kam es hier einerseits zu einer besonders liebevollen Verschmelzung, die dann aber erst recht keine Basis für die reale Welt sein konnte: Hier wurde der Beziehungsstatus dann immer unklarer.

Ausgehend vom Deszendenten, wird Neptun also recht bald ausgelöst. Jedes Feld hat hier übrigens eine Dauer von sieben Jahren. Umgerechnet wird Neptun dann also nach circa neun Monaten aktiviert. Genau in dieser Zeit kam es zunächst zu besonders feinfühligen und liebevollen Treffen durch die Aktivierung des 5. Hauses. Gleichzeitig wurde durch die starke Präsenz der Venus/Neptun-Konstellation deutlich, wie wenig konkret diese Beziehung dann wirklich war.

Hier bestätigen sich dann die Regeln der Klassik, dass mit Venus im Exil ohne Aspekt zu Mars oder Hilfe durch den Mond, eine Partnerschaft eigentlich nicht zustandekommt. Was wir in der Klassik aber bisher nicht finden, ist die zeitliche Abfolge der Themen, hier ja zunächst der Beginn einer Partnerschaft und dann die Auflösung nach neun Monaten.


Fazit: Die Wirkung der Auslösungen zeigt sich nicht nur in diesem Beispiel, sondern in jedem weiteren Ereignis- oder Fragehoroskop. Ich empfehle daher allen, die mit der Stundenastrologie arbeiten, den Siebener-Rhythmus mit einzubeziehen. Dringend. 




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